Der Waffenhändler in uns allen
Den nachfolgenden Text gibt´s auch gesprochen,
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Letzte Woche war ein Waffenhändler bei mir und fragte mich um Rat. Er verdient sein Geld damit, dass er z.B. Splittergranaten in die dritte Welt verkauft. Er hat das Problem, dass sein Privatleben nicht so wirklich harmonisch ist: Die dritte Scheidung, kein Kontakt mit den Kindern, Nachts kann er nicht schlafen, weil er innerlich aufgewühlt ist und so weiter.

Er wollte von mir wissen, was er ‚Spirituelles‘ tun könnte, damit sein Leben ruhig und harmonisch wird. Ich sagte ihm, dass es wohl ein guter Anfang wäre seinen Job zu wechseln. Das ginge nicht, entgegegnete er sichtlich aufgebracht, weil er viele Verpflichtungen hätte – nicht nur finanzielle und überhaupt er nicht wüsste, womit er sonst sein Geld verdienen solle. Außerdem wären da die Alimente, die zu zahlen wären und überhaupt. Er wiederholte also seine Frage, was ich ihm spirituelles raten könne, damit sein Leben friedlich würde?

Liebe Freundin, lieber Freund – was würdest Du ihm raten…?

Die Geschichte mit dem Waffenhändler ist natürlich frei erfunden, doch sie zeigt sehr schön das Dilemma in welchem viele Menschen festsitzen.

Spiritualität ist wie laufen lernen. Du machst einen Schritt in Dir (z.B. Meditieren, Dich wahrnehmen, achtsam mit der Welt sein…) und dann einen in der Welt (z.B. Job wechseln, Menschen anders begegnen, Zimmer aufräumen…) Verpasst Du einen Schritt (entweder den in Dir oder den in der Welt), so bleibst Du stehen – auf einem Bein und auf demselben Fleck und das ist sehr ermüdend.

Gestern hatte ich ein Gespräch mit einer Frau (keine Waffenhändlerin, sondern eine Angestellte bei einem Finanzdienstleister). Sie ist unzufrieden mit ihrem Leben, sehnt sich nach mehr Harmonie, Ruhe und Wohlbefinden. Es ist ihr klar, dass ihre jetzige berufliche Situation sie nicht erfüllt, ein stetiger Kampf ist – doch auf meine Frage, wieso sie weiterhin da arbeitet, hat sie viele vernünftige Gründe, die eine Kündigung nicht erlauben.

Ich würde nie jemandem raten diese oder jene Entscheidung zu treffen, doch ist es meine Aufgabe aufzuzeigen, warum sich das Leben zeigt, wie es sich zeigt. Wenn zum Beispiel Dein Zimmer, indem Du lebst, eine Müllhalde ist, so brauchst Du Dich nicht zu wundern, wenn es Dir schwer fällt in einen Zustand der angenehmen Meditation hinabzugleiten. Umgekehrt: Wenn Dein Inneres eine Müllhalde ist, so brauchst Du Dich nicht zu wundern, wenn sich das auch in Deinem Aussen wiederspiegelt.

Fange einfach irgendwo an und gehe den ersten Schritt. Nach einiger Zeit (Tage oder Wochen) wirst Du stagnieren und dann braucht es den anderen Schritt. Es hilft manchmal sich vorzustellen, dass es die Welt nur noch zwei Jahre gibt – was wäre dann nicht mehr akzeptabel in Deinem Leben, so wie es jetzt grade ist…?

Alles Liebe,
Dirk.

P.S. Der heutige Maya-Kalender (Roter Galaktischer Drache) passt da wieder perfekt dazu:
Wir leben in der materiellen Welt, um mit der Materie zu spielen – wie Kinder im Sandkasten. Beobachte mal, wie Kinder das machen. Immer und immer wieder auf’s neue formen und graben sie im Sand, um es wieder zu zerstören oder vergehen zu lassen. Der Sandkasten bietet nur einen gewissen Raum – um Neues zu formen, MUSS daher das Alte vorher vergehen.

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