Immer, wenn ich denke, ich wüßte wie es geht; dann steht das Leben bereits in den Startlöchern um mir zu beweisen, daß es nicht faßbar ist. Die Unfaßbarkeit ist eines der tiefstgehenden Gefühle, fast wie die Wurzel eines Zahnes.

Auch hier: Was geschieht, wenn ich das annehme in all seiner Breite?

Der Verstand schreit in die Seele:

„Das ist echt, das ist fürchterlich, kämpfe, fliehe, mach was.“
Mit schier unmenschlicher Anstrengung zwingst Du Deinen Blick weg vom Außen, weg von der drohend erhobenen Kobra – wider aller Vernunft- hinein ins Innen. Dort tobt der wahre Krieg, mörderische Schmerzen, wirre Gedanken, glühende Lava.
Wieder zwingst Du Dich still zu halten – läßt Dich darin verbrennen – wider jeder Vernunft. Das ist einfach nicht auszuhalten – aber was ist die Alternative? Und dann, wenn es am schlimmsten war, einfach so… Stille. Unfaßbar. Du hebst den Blick, schaust ins Leben und siehst nur angenehme Neutralität – frisch wie eine kühle Brise vom Meer.

Tatsächlich scheint es nur zwei Kategorien des Menschseins zu geben: Diejenigen, die es mitnahm, die sich den inneren Gefühlen und damit dem Leben an sich stellen. Und diejenige, die das nicht tun – sich betäuben um zu über-leben.

Wozu will ich gehören? Wozu gehöre ich?
Diese Frage ist eine wesentliche…

Alles Liebe,

Dirk.
www.Liesenfeld.de

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