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	<title>Tantra-Blog &#187; london</title>
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	<description>Über Tantra, das Leben und Selbsterkenntnis</description>
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		<title>London</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 07:15:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Liesenfeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<category><![CDATA[london]]></category>
		<category><![CDATA[spiritualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Spiritualit&#228;t in London Den nachfolgenden Text gibt´s auch gesprochen, klicke einfach auf den schwarzen Pfeil. Download audio file (london.mp3) Derzeit verbringe ich ein paar Tage in London, und ich schreibe diese Zeilen in der National-Gallery am Time Square. London ist eine sehr interessante Stadt &#8211; sehr laut, vielf&#228;ltig und schnell.Vielleicht am ehesten mit Paris oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Spiritualit&#228;t in London</strong><br />
Den nachfolgenden Text gibt´s auch gesprochen,<br />
klicke einfach auf den schwarzen Pfeil.<br />
<a href="http://www.liesenfeld.de/blog/audio/london.mp3">Download audio file (london.mp3)</a><br /></p>
<p><a href="http://www.liesenfeld.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/dirk-museum.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-690" title="In der National-Gallery" src="http://www.liesenfeld.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/dirk-museum-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Derzeit verbringe ich ein paar Tage in London, und ich schreibe diese Zeilen in der National-Gallery am Time Square.<br />
London ist eine sehr interessante Stadt &#8211; sehr laut, vielf&#228;ltig und schnell.Vielleicht am ehesten mit Paris oder New York vergleichbar; eine Weltstadt halt. Doch wenn man genauer hinsieht, zwischen den Zeilen liest, zeigen sich die Perlen. Kommt das Unerwartete zu Tage. Mir begegnet hier eine Art Spiritualit&#228;t, die sich wohltuend von der &#8220;Konzept-Spiritualit&#228;t&#8221; abhebt. Shiva-Shakti, Herzchakra, Tantra, Kundalini-Aufstieg &#8211; das scheint man hier nicht zu kennen. Das einzige Namasté, welches ich hier fand, war der Name eines indischen Restaurants, noch nicht mal ein biologisches. Doch, was mir hier seit meiner Ankunft wirklich st&#228;ndig begegnet, ist eine ganz besondere, eine gelebte Spiritualit&#228;t.<br />
Schon am Flughafen am Information-Desk: Ein 1,95 Gro&#223;er B&#228;r von einem Mann, afrikanischer Herkunft. Ganz ruhig ist er und freundlich. W&#228;hrend er mir eine kurze Einf&#252;hrung &#252;ber London gibt, lacht er viel, scherzt mit mir und seinen beiden Kolleginnen: Er macht offensichtlich seinen Job gerne, hat ein inneres Strahlen und eine ansteckende Zufriedenheit. Im Zug begegnen wir einem Schaffner, voller Charme und sprudelnde Freude. Auch er ist erf&#252;llt von seinem Tun, ist augenscheinlich mit Leib und Seele Schaffner.<br />
Viele Begegnungen dieser Art erlebe ich dieser Tage, und nun &#8211; gerade eben in der National-Gallery &#8211; noch eine, die mich zutiefst ber&#252;hrt:</p>
<div id="attachment_689" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.liesenfeld.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/duchess.jpg"><img class="size-full wp-image-689" title="Quelle: Wikipedia" src="http://www.liesenfeld.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/duchess.jpg" alt="" width="200" height="263" /></a><p class="wp-caption-text">The ugly dutchess</p></div>
<p>Eine Schulklasse sitzt vor einem Bild. Es ist ein seltsames Bild. Eine aufgetakelte, alte Frau in einem Kleidchen, welches wohl eher zu einer jungen Frau passen w&#252;rde. Grotesk und perfekt geeignet um unb&#228;ndige Langeweile in der Schulklasse zu erzeugen. Doch nicht hier, denn der Museumsf&#252;hrer liebt ebenfalls seinen (ganz sicher v&#246;llig unterbezahlten) Job. Mit einem unglaublichen Charm und Eifer fesselt er das Gr&#252;ppchen mit seinen Erz&#228;hlungen &#8211; eine Stecknadel k&#246;nnte man fallen h&#246;ren in seinen Sprechpausen. Er stellt eine Frage an die vorpubert&#228;re Gruppe, alle Arme schie&#223;en nach oben &#8211; das soll ihm mal jemand nachmachen.<br />
Dann das f&#252;r mich Unfassbare: Er schaut in die Gruppe und sagt: &#8220;Did you know, you are perfect?&#8221; &#8211; &#8220;Wusstet ihr, dass ihr perfekt seid?&#8221; Er schaut einen Jungen an und sagt: &#8220;Du bist ein g&#246;ttliches Wesen&#8221;, dann zu einem M&#228;dchen mit Brille und Zahnspange: &#8220;Du bist umwerfend sch&#246;n.&#8221; Und wieder zu einem Jungen: &#8220;Du bist ein gro&#223;artiger Mensch.&#8221;<br />
Und nun zu allen Besuchern im Raum: &#8220;Ist es ein Problem alt zu sein? Sicherlich nicht. Doch ist es ein Problem, nicht alt werden zu wollen? Sich nicht annehmen zu k&#246;nnen, als das, was man ist? Schaut euch diese Frau an, die nicht alt sein m&#246;chte; sich als junges M&#228;dchen darstellt und dadurch grotesk und l&#228;cherlich wirkt. W&#252;rde sie sich annehmen, als das, was sie ist, so w&#228;re sie w&#252;rdevoll und sch&#246;n. Und genau das, wollte der K&#252;nstler hier darstellen. Can you hear, what the picture is telling you?&#8221;<br />
&#8230; und alle k&#246;nnen es h&#246;ren und f&#252;hlen.</p>
<p>Ich verlasse den Raum und bin dem &#8220;Museums-Seminarleiter&#8221; sehr dankbar, dass er sich so an die Welt verschenkt.<br />
Egal, was Du tust &#8211; lass es ein Seminar sein, einen besonderen Raum der Liebe und des Miteinanders. Das Ma&#223; Deiner Spiritualit&#228;t zeigt sich an Deiner F&#228;higkeit, jeden Moment freudvoll genie&#223;en und annehmen zu k&#246;nnen. Und N&#228;chstenliebe ist in diesem Sinne die F&#228;higkeit, andere Menschen an dieser inneren Freude teilhaben zu lassen.</p>
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