<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Tantra-Blog &#187; inne halten</title>
	<atom:link href="http://www.liesenfeld.de/blog/tag/inne-halten/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.liesenfeld.de/blog</link>
	<description>Über Tantra, das Leben und Selbsterkenntnis</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Feb 2012 15:58:09 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Traum</title>
		<link>http://www.liesenfeld.de/blog/2010/03/traum/</link>
		<comments>http://www.liesenfeld.de/blog/2010/03/traum/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 16:54:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah Lenze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[angst]]></category>
		<category><![CDATA[inne halten]]></category>
		<category><![CDATA[traum]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.liesenfeld.de/blog/?p=549</guid>
		<description><![CDATA[Ich hatte gestern einen Traum Ich sa&#223; mit anderen Menschen, ich denke wir waren so ca. 20 Jahre alt, in einem Unterrichtsraum, der sich allerdings in einem Hochhaus befand. Wir sa&#223;en alle in recht entspannter Atmosph&#228;re einfach herum. Das merkw&#252;rdige daran war, dass ab und zu jemand aus dem Fenster sprang,  anscheinend aber ohne sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl class="wp-caption alignleft" style="width: 58px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img title="Sarah" src="http://www.liesenfeld.de/sarah.jpg" alt="Sarah" width="48" height="48" /></dt>
</dl>
</div>
<p><strong>Ich hatte gestern einen Traum</strong></p>
<p>Ich sa&#223; mit anderen Menschen, ich denke wir waren so ca. 20 Jahre alt, in einem Unterrichtsraum, der sich allerdings in einem Hochhaus befand. Wir sa&#223;en alle in recht entspannter Atmosph&#228;re einfach herum. Das merkw&#252;rdige daran war, dass ab und zu jemand aus dem Fenster sprang,  anscheinend aber ohne sich zu verletzen.  Es war einfach ein Zeitvertreib. Nachdem wieder eine Frau aus dem Fenster gesprungen war, rief eine Andere: &#8221; Ich glaube nach ihr m&#252;ssen wir gleich mal gucken gehen. Sie ist hier oben an der Ecke komisch aufgeschlagen.&#8221;  Uns beunruhigte das nicht besonders. So sa&#223;en wir weiter einige Zeit herum.  Es hatte sich aber ein latent unangenehmes Gef&#252;hl ausgebreitet,  ob der Tatsache, dass unten ein zerst&#246;rter blutiger K&#246;rper lag.</p>
<p><a href="http://www.liesenfeld.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/hochhaus.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-556" title="Hochhaus" src="http://www.liesenfeld.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/hochhaus.jpg" alt="" width="375" height="500" /></a>Irgendwann machte ich mich auf,  nach unten zu fahren und nachzuschauen. Ich sp&#252;rte ein &#228;u&#223;erst starkes Str&#228;uben in mir bei dem Gedanken diesen, so war mein Ausdruck daf&#252;r im Traum, zermatschten Blutklumpen ansehen zu m&#252;ssen. Es war aber auch klar, dass sie dort lag und wir das nicht einfach ignorieren konnten. Als ich unten ankam, konnte ich schon durch ein gro&#223;es Glasfenster hindurch den K&#246;rper sehen. Er sah genauso grauenvoll aus, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich wurde von  Angst und Abscheu erfasst, die kaum zu beschreiben sind und war heilfroh &#252;ber die Glasscheibe, die einen sicheren Abstand garantierte. Ich wollte mich gerade Abwenden um einen Artzt zu rufen, als ich bemerkte, wie sich dieses &#8221; Ding&#8221; bewegte, den Kopf hob und mich aus gro&#223;en Augen anblickte.</p>
<p>Meine Angst verwandelte sich in Panik.  Sie war so elemantar, dass ich es kaum in Worten ausdr&#252;cken kann. Ich begann dann innerhalb meines Traumes meine Lage mit Abstand zu betrachten. Ich sp&#252;rte die unglaublich Angst und den Wunsch nur endlich fort zu kommen, um den Anblick aus meinem Ged&#228;chtnis streichen zu k&#246;nnen. Sah die Fensterscheibe und den Abstand zwischen mir und dem K&#246;rper/ Blutklumpen. Und den &#196;rger dar&#252;ber, dass ich jetzt nicht einfach mehr weggehen konnte, da die Frau ja noch lebte. Ich h&#228;tte mich am liebsten geweigert dieses Problem zu haben oder mich &#252;berhaupt mit dieser Situation auseinandersetzen zu m&#252;ssen.</p>
<p>Mir erschien das Ausma&#223; der Angst  sehr ungew&#246;hnlich. Mir wurde klar: ich muss mich dem jetzt stellen. Ich wachte auf, aber die Angst, fast Panik wurde dadurch auch nicht weniger. Meine Absicht aus dem Traum war aber ebenfalls nicht gewichen, n&#228;mlich ruhig zu bleiben, wahrzunehmen. Ich lie&#223; mich einsinken in die Angst, wobei ich selbst den Rahmen bildete, der mir den Halt gab, um nicht zu versinken. Ich glitt anscheinend auch halb wieder in den Traum zur&#252;ck. Ich sah wieder, zus&#228;tzlich zu meinen Gef&#252;hlen die ich sp&#252;rte, den zermalmten K&#246;rper, die gro&#223;en Augen in dem v&#246;llig zerst&#246;rtem Gesicht. Und ich sp&#252;rte mein &#252;bergro&#223;es Bed&#252;rfnis noch mehr Abstand herzustellen.</p>
<p>Das war der Moment, in dem irgendetwas in mir klingelte. Es konnte doch nicht sein, dass dort ein Mensch lag, der zwar unvorstellbar absto&#223;end aussah, der zwar fast tot war, aber trotz allem doch wohl eigentlich meine Hilfe brauchte. Diese beiden Erkenntnisse standen einige Momente lang nebeneinander in mir. Dann fragte ich mich, was wohl in mir vorging, wenn ich dort l&#228;ge? Gerade noch ein normaler Mensch, jetzt pl&#246;tzlich ein Monster mit dem niemand etwas zu tun haben m&#246;chte. Obwohl die Ursache ja die Verletzungen waren, die dringend behandelt werden mussten. W&#252;rde ich dort liegen, h&#228;tte ich Angst, w&#228;re v&#246;llig verschreckt, unsicher und schutzbed&#252;rftig. Als mir das klar wurde bzw. ich es sp&#252;ren, f&#252;hlen wahrnehmen konnte, wurde mir auch klar, was ich zu tun hatte. Ich durfte die Distanz nicht vergr&#246;ssern. Ich musste, in mir verbunden mit dem eben Erkannten, den Abstand verringen.</p>
<p>Ich ging los und interessanter Weise wurde die Angst pl&#246;tztlich bedeutungslos. Sie war wie ein Flirren, das das Mitgef&#252;hl und das Bed&#252;rfnis Schutz zu geben umgab. Tiefer im Mitgef&#252;hl vewurzelt zu sein, als in der Angst, war eine Entscheidung, die ich jeden Augenblick neu treffen konnte, wenn die Angst mich zu &#252;bermannen wollte. Ich ging bis zu dem K&#246;rper, kniete mich nieder und bettete ihn vorsichtig, aber auch ziemlich verunsichtert in meinen Scho&#223;. Es war in diesem Moment sehr deutlich, dass die Angst und die Abscheu vor Etwas sich genau dadurch ver&#228;ndert, &#8220;transformierten&#8221; hatten, indem ich die Distanz zu deren Ursprung verringert, anstatt vergr&#246;&#223;ert hatte .<br />
Mich beruhigt das im Traum Geschehene. Ich konnte trotz diesen verst&#246;renden Gef&#252;hlen einen Moment inne halten, beobachten, wahrnehmen. Dadurch erkennen, dass etwas so nicht richtig l&#228;uft. Und die unab&#228;nderliche Absicht mich nicht leiten zu lassen von der Panik. Stehen zu bleiben, hinzuschauen, die widerspr&#252;chlichen Gef&#252;hle nebeneinander stehen zu lassen. Zu vertrauen. Und zwar solange, bis sich etwas zeigt.</p>
<p>Auch jetzt versp&#252;re ich noch die Erl&#246;sung die in dem Augenblich lag, in dem sich die Abscheu und die Angst in Mitgef&#252;hl und Liebe verwandelten und ich den blutigen und zerst&#246;rten K&#246;rper in meine Arme schlie&#223;en konnte.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.liesenfeld.de/blog/2010/03/traum/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

