Archiv für Mai, 2010

Der Fliedertanz

Carmen

Der Flieder …….   :-) singt für Dich leise Lieder.
Höre auf das Rauschen der violetten Blüten im Wind
Du wirst “sehen” – da singt ein süsses Kind.
Im Sonnenschein steht der Glanz dieser schönen Pflanze.
Gesell Dich zu ihr und gehe auf in Deinem eigenen Tanze.

Atme in diesem Moment den wunderbaren süssen Duft der Harmonie und Liebe ein.
Bleibe im Gleichmut und schwinge mit Deinen Flügeln ins Leben hinein… lieblich entzückt – findest Du gleichsam wieder Gefallen für Dich – ganz allein.

Tanze, tanze, tanze – Deine Bewegungen und Dein Tempo dafür bestimmst nur Du – ganz allein.

Mach es wie die Pflanze – ihre Blüten, Blätter, Äste und Wurzeln – verankert in Muttererde – tanzen mit der Sonne, im eigenen Rhythmus – und wachsen ganz allein.

Tanze, tanze, tanze – gemeinsam mit anderen – mit denen Du Dich verbunden fühlst. Tanze den Tanz Deines Lebens auch für die anderen, denn das bist auch DU – Du kannst es spüren – für Dich – ganz allein.

Lass es Dir gut gehen.
Carmen :-)

 

Urlaub

Dirk

Im Urlaub – oder: Der Teufel in mir
Ich bin derzeit im Urlaub und hatte gestern ein interessantes Erlebnis.
Unser Zimmer ist eine ganz einfache “landestypische” Unterkunft. So mag ich es am liebsten, weil ich gerne Urlaube nutze, um andere Kulturen kennen zu lernen und das gelingt mir in einfachen Hotels oder Privatunterkünften leichter, als in einem großen Hotel. Herausfordernd in dieser Unterkunft ist jedoch – wie ich gestern feststellen musste – die Wandstärke, die nicht mehr als 0,5 cm betragen kann. Die ganze Nacht war ich also von vorgestern auf gestern Zeuge, wie unsere Nachbarn ihre Nacht verbrachten:
21:30 – Nach einer langen Wanderung durch die Berge lege ich mich müde in’s Bett. Unsere Nachbarn noch nicht, denn sie leeren feuchtfröhlich ihre (zweite?) Flasche Raki.
22:30 – Der Raki scheint leerer zu werden, denn die Unterhaltung zwischen den beiden wird schleppender. Nichts desto trotz reden sie (vor allem Sie) eigentlich ohne Punkt und Komma über Gott und die Welt.
0:00 – Der Raki ist (vermute ich) leer, denn Sie wird von einem argen Weinkrampf geschüttelt. Er versucht zu trösten…
0:15 – Der Weinkrampf hat sich in eine Wutattacke verwandelt. Er versucht zu überleben…
1:00 – Nach einer kurzen Pause beginnt ein längerer Monolog ihrerseits – leider (oder glücklicherweise?) ist ihre Sprache schon so verschleiert, dass nur Personen jenseits der 2 Promille-Marke in der Lage sind, den Inhalt zu erfassen.
1:45 – Wie schön… Die beiden sind wieder ein Herz und eine Seele und sie weint nun erneut, diesmal wohl aus Freude über das wiedergewonnene Glück. Nahtlos geht diese Episode in ein versöhnliches Liebesspiel über, der (vor allem von ihr) durch lautstarkes Stöhnen untermalt wird.
2:15 – Erschöpft gibt Er Ihr zu verstehen, dass es nicht mehr geht, das Stöhnen verstummt unvermittelt. Kurzes weinen, danach eine Art Dialog in der Art:
Sie: “Blablabla… (3 Minuten)…bla?”
Er: “Blabla.”
Sie: “Blablabla… (5 Minuten)…bla!”
Er: “Aber, blablabla?”
Sie: “Nein, Du blabla…”
4:20 – Nachdem mich gnädigerweise für eine Stunde des Todes kleine Schwester in ihren Armen hielt, erwache ich für das Grand Finale. Das “Gespräch” zwischen den beiden ist zu einem zähen hin- und her geworden, unterbrochen von immer länger werdenden Pausen, schliesslich um
4:55 – ist die Pause anhaltend und Ruhe kehrt ein in unsere bescheidene Hütte.

Am nächsten Morgen gehe ich um acht Uhr am Zimmer der beiden vorbei auf der Suche nach Nahrung. Da sehe ich an ihrer Klinke das Schild “Bitte nicht stören.” Eine innere Stimme sagt mir:
“Nimm das Schild weg, dann werden sie geweckt durch die Reinigungskraft.”
Ich kenne diese Stimme, es ist die Stimme des Verstandes, der Versucher, der Satan in mir. Ich nehme sie wahr und gehe weiter.
“Nein, warte. Das ist ja nicht aus Rache, sondern eine Art Selbstverteidigung. Ja, genau: Wenn sie jetzt wach werden, brauchen sie heute Nacht mehr Schlaf und wir können ruhig schlafen.”
Ah ja. Die Nummer kenne ich auch schon. Ich muss zugeben – kurz hat’s schon in mir gezuckt, aber ich weiß inzwischen, welch Unfrieden aus solchen Spielchen entsteht und widerstehe.
“Eigentlich tust Du ihnen ja auch was Gutes damit, schaumal wie die Sonne scheint, das ist bestimmt…”
O.K. es reicht. Ich entziehe meinem Hirn die Aufmerksamkeit und richte meine Energie auf mein Herz, welches sich da unbekümmert am beginnden Tag und dem blauen Himmel erfreut. Und mir zuflüsstert:
“Schaumal nach links…”
Ich schaue nach links und sehe, dass ein wunderschönes Zimmer – weit weg von unseren bisherigen Zimmernachbarn – gerade frei wurde. Es ist weitaus schöner als das bisherige, mit riesigen Panoramascheiben und Blick sowohl auf die Berge, als auch aufs Meer.
Wir wechseln das Zimmer und alles ist gut für alle Beteiligten.
Derlei Erlebnisse hatte ich in meinem Leben schon sehr, sehr oft und ich weiß für mich, dass mich die Stimme meines Herzens stets zur Liebe führt und die Stimme meines Verstandes stets zum Unfrieden.
Woran ich die Stimme meines Herzens erkenne? Ganz leicht: Sie ist stets von einem Gefühl des inneren Friedens unterlegt, während die Stimme meines Egos immer durch irgendeine Emotion durchtränkt ist.
Abzuwarten, bis die Stimme des Herzens spricht und sich von ihr an die Hand nehmen zu lassen, ist wahre Meditation im Alltag.

 

Tonstudio

Dirk

Im Tonstudio – oder: Die neue DVD-Reihe
Den nachfolgenden Text gibt´s auch gesprochen,
klicke einfach auf den schwarzen Pfeil.
(Enthält diesmal Teile, die nicht im abgedruckten Text vorkommen)

Wir sind derzeit in Vorbereitung auf eine neue DVD-Reihe – ein Projekt, auf das ich mich sehr freue. Nachdem die letzten DVD-Produktion nun schon zwei Jahre zurückliegt, ist es mir wieder ein großes Anliegen geworden über dieses audiovisuelle Medium DAS in die Welt zu bringen, was mir wirklich am Herzen liegt: Selbsterkenntnis, Tantra – naja und auch ein wenig die Massagen.

Die nun kommende DVD-Reihe wird dabei aber noch mehr in die Tiefe gehen, als die vorherigen “reinen” Massage-DVD´s. Ähnlich haben sich ja auch unsere Seminare gewandelt – während es früher um das “erlernen” von Massagen ging und dabei die Selbsterkenntnis so irgendwie mitgeschah, sind für uns nun die Massagen EIN Instrument unter vielen, welche dem gleichen Zwecke dienen: Der Selbstbefreiung, dem Weg zur wahren Harmonie und dem echten inneren Frieden. Wer sich darauf einläßt, wird auch ankommen – das ist die Erfolgsgarantie. Wer nicht, der nicht – auch das ist garantiert :-)

Nun, ich habe mir nun zu Hause ein kleines Tonstudio angelegt, in dem spreche ich grade diesen Text. Ich bin begeistert, was heutzutage möglich ist, durch die moderne Technik. Mein Equipment besteht aus einem Mikrofon, dem NT-1A für 190 Euro, einem USB-Preamp, dem Tascam US-122mk2 für 140 Euro und einem Notebook. Damit mache ich Aufnahmen auf Tonstudio-Niveau. Vor ein paar Jahren wäre sowas nicht möglich gewesen, das Equipment hätte soviel wie ein Mittelklasse-Wagen gekostet.

Was ich damit sagen will ist, dass jede Entwicklung in dieser Welt stets in beide Richtung ausschlägt und nicht “an sich” gut oder schlecht ist. Kannst Du Dich noch an die Werbung für Beton erinnern vor ein paar Jahren?

“Beton – es kommt darauf an, was man daraus macht”

hieß es da. Und genauso ist es mit dem Leben.
Die größte Stärke der Liebe ist ihre Fähigkeit, jede scheinbare Niederlage in einen Gewinn zu verwandeln. Ja – die modernen Medien haben zu einer Entfremdung der Menschen untereinander geführt… ersteinmal… doch nun bietet sich hierdurch eine Plattform, durch die jeder einzelne die Chance hat, die Einsamkeit zu durchschreiten und “zu sich selbst” zu kommen. Durch diese innere Türe beginnt dann ein ganz anderer Kontakt zu den anderen Menschen – wahrhafter und erfüllender als je zuvor.

Und so spreche ich nun auf diesem Hi-Tech-Equipment einen Werbespot, nicht für Beton, sondern für´s Leben: “Das Leben – es kommt darauf an, was man daraus macht. ”

Alles Liebe,

Dirk.