Archiv für Februar, 2010

Tanzen

Dirk

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Tanzen
(für Carmen)

Wie leicht könnte das Leben so wunderschön sein,
klar wie das Wasser, wie Schnee so rein.

Ein einziger Tanz im Reigen der Liebe,
doch was mit den Ängsten, die inneren Hiebe?

Ist dies des Menschen tiefste Natur?
Zu tanzen dazwischen, ein Spielball nur.

So dreh Dich mit Würde, mit Schönheit mit Kraft,
dann ist die Befreiung schon bald geschafft.

Frei-Sein ist tiefste Erfüllung, ein verharren im Stand,
ein Ja hin zum Leben, der Liebe ein Pfand.

Dirk Liesenfeld.

 

Rückmeldungen

Dirk

“Rückmeldungen”

hallo dirk

i versuch immer no das zu machen was i von dir gelernt hab, in mi zu horchen und schauen was da ist. normal mach i es in der früh, da hab i oft angst vor dem tag, und dann werd i ruhiger

H.

Liebe H.,

ich freue mich, dass Du mir schreibst und ich freue mich sehr, dass Du weiterhin den Weg des “erspürens” gehst. Diese grundsätzliche Angst vor dem Tag (und damit vor dem Leben an sich) kennt jeder, der mutig genug ist, dahin zu fühlen.
Du kannst nun den nächsten Schritt gehen und schauen, was die Ursache Deiner Gefühle ist. Fühle also Deinen Körper und nimm gleichzeitig Deine Gedanken wahr. Sie sind sehr flink und glitschig wie Aale – Du musst also etwas geduldig sein und genau hinhören und schauen. Manche Gedanken kann man besser hören, andere besser als Bilder sehen. Damit hast Du dann genug zu tun, bis wir uns das nächste mal sehen ;-)
Falls Du Fragen hast, kannst Du mich jederzeit kontaktieren – das weißt Du ja.

Alles Liebe,
Dirk.


Dear Dirk,

I want to thank you again for the time with you….it’s always inspiring and honest, simple yet complicated…

It took some time before I realized something had changed in me, that I am enjoying the world and my friend’s company. I think your comment on my escaping and the realization of me not wanting to be in this world had done something to me. You have probably said the same thing before but this time just clicked. Thanks for your patience, especially I know I could be pain in the bud when I tried to argue:) And my accepting of going back to my parents in my worst case scenerio has free me from a lot of fear and deniel.

Feeling lots of gratitude to get to know and spend time with you…what an amazing combination of inspired teacher and dear friend with sooooooo much Love!

Kisses,
J.

Dear J.,

the more you realise the futility of your spiritual efforts, the easier you will give yourself into the alternative: Using, what is there, to feel what’s inside of you. You are beautiful and there’s nothing, that could ever be missing.
I look forward to our next meeting – whenever that might be…
Until then: Simply enjoy the wonders of you life.

Love,
Dirk.


Lieber Dirk,

vielen vielen Dank mal wieder an Dich, für diesen wundervollen Text.Ich denke oft an Dich und frage Dich innerlich um Rat. Manchmal habe ich Fragen an Gott, und stattdessen stelle ich sie Dir in Gedanken ;-) .

Das tolle ist, dass Du mir dann in meinen Gedanken antwortest!

Gott würde das sicherlich auch tun, aber Deine Meinung interessiert mich ja auch….! So ist es wohl wenn man Tantra Lehrer ist der die Herzen berührt, das kannst Du bestimmt aushalten.

Habe nur noch eine Frage:
Zu der Frage des egoistischen Wunsches. NATÜRLICH habe ich egoistische Wünsche, jede Menge sogar. Woher weiss ich denn, welcher Wunsch egoistisch ist und welcher nicht – ohne allzu sehr und zu lange darüber philosophieren zu müssen? Kann ich es spontan fühlen, ohne dabei den inneren Bock zum Gärtner zu machen?????

Es umarmt Dich

Mit ganz lieben Grüßen an Dich & Euch

M.

Liebe M.,

es freut mich, dass Du den Weg der Selbsterkenntnis weiterhin gehst und Deine Gedanken dazu sind sehr hilfreiche. Mir hat es auch oft geholfen, wenn ich mich gefragt habe: “Was würde …. jetzt an meiner Stelle machen?”
Einen “Gott” als Person gibt es nicht, es gibt ihn nur als die Gemeinschaft der bewussten Wesen, also uns und allen anderen im Multiversum.
Zu Deiner Frage: Bei Dir würde ich ganz klar sagen, dass Du vor allem den egoistischen Wünschen folgen solltest. Mach nur noch das, was DU wirklich willst und was DIR gut tut. Wenn Du genau hinsiehst, wirst Du dann feststellen, dass nur das Dir wirklich gut tut, was allen Wesen gut tut. Daher kannst Du somit nicht fehl gehen.
Beschenke Dich (wahrhaft) in jedem Moment Deines Lebens und Du bist ein Geschenk für die Welt. Lass es Dir gut gehen.

Ich wünsche Dir eine wirklich gute Zeit und viel Freude.

Alles Liebe,
Dirk.

 

Erleuchtung

Dirk

“Erleuchtung – schon wieder…”

Quelle: Wikipedia“Erleuchtung” (ein geschundenes Wort) ist nicht das plötzliche Resultat eines vorherigen Bemühens. Es ist nicht so, dass man irgendwo Punkte sammelt und wenn dann 1000 Punkte voll sind ruft plötzlich jemand laut ‘Bingo – erleuchtet‘!

“Erleuchtung” (und das Wort ist wirklich untreffend, denn es suggeriert eine Zuwendung nur zum Licht hin) ist nichts, was von Aussen kommt.

“Erleuchtung” (vielleicht nennen wir es besser: Bewusstwerdung) ist nichts, was erlangt werden könnte. Durch keinen Weg und durch kein Mantra und durch keinen Trick.

Wenn Du versuchst erleuchtet zu werden, damit Dein Leben besser wird, wirst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit Dein Leben verschlechtern.
Wenn Du versuchst erleuchtet zu werden, damit Dein Leben ruhig wird, wird es aufgewühlter werden.
Wenn Du versuchst erleuchtet zu werden, damit Dein Leben einen Sinn erhält, wirst Du nichts als Sinnlosigkeit vorfinden.

Dabei ist es doch alles recht einfach:
Frieden, Sinnhaftigkeit, Schönheit – all das entsteht, wenn man beginnt zu erkennen, was das eigentlich ist, was ich ‘Unruhe‘, ‘Leere‘ und ‘unangenehm‘ nenne. Wenn ich mich traue hinter meine Worthülsen zu blicken, tief in mich hinein. Zu meinem Licht und zu meinen Schatten.
Was ist das, was ich z.B. als ‘Nicht Gut’ bezeichne?” ist eine Frage, die dann beantwortet ist, wenn man sie so restlos durchdrungen hat, dass sie sich an der Wurzel auflöst.
Dasselbe gilt für die Frage: “Was ist das, was ich als ‘Gut’ bezeichne?“.
Kein Licht ohne Schatten.
Kein Schatten ohne Licht.

Lebe einfach.
Lebe einfach das, was gerade da ist.
Nimm einfach das, was gerade da ist als Anlass, um nach Innen zu blicken – im Kleinen, wie auch im Grossen. Nach und nach löst sich so die Verhaftung mit den Wertungen (und den Gedanken an sich) auf und legt das frei, was Du wirklich bist. Dein Tun und die Spiegelungen in der Welt rücken mehr und mehr in den Hintergrund und Dein Sein und die Spiegelungen in Dir in den Vordergrund.

Dieser Weg nach Innen, der Bewusstwerdung, des Aufwachens; dieser Weg erscheint oftmals steinig und schwer. Und während des ‘Gehens’ ist er das auch. Es fühlt sich alles so unerträglich echt an. Dein Ankommen kündigt sich Stückchen für Stückchen dadurch an, dass ‘steinig‘ und ‘schwer‘ immer weniger greifbar sind und sich letztendlich dahin erlösen, woher sie kamen: Ins Nichts – die Dualität kollabiert in das Eine.

“Wenn Du Bewusstwerdung begreifst als einen Weg zu Dir hin und nicht als eine Möglichkeit der Flucht vor Dir und Deinem Leben – dann wird’s leicht.”

Dirk Liesenfeld.