In Allgemeines am 23.5.2009 13:47 von Dirk Liesenfeld
“Die Seesterne”
Es ist Samstag Mittag und ich sitze am Rand eines wunderschönen Bergsees.
Die Sonne scheint, es ist sehr heiß. Am Seeufer sind zahlreiche leuchtend gelbe Blumen. Mir kommt eine Geschichte in den Sinn, die ich vor einiger Zeit gehört habe:
Ein alter Mann geht am Meeresufer entlang. Er sammelt Seesterne ein, die vom Sturm der vorherigen Nacht an Land gespült wurden und wirft sie zurück ins Meer.
Ein junger Mann spricht den Alten an und fragt: “Warum tust Du das? Es sind sicherlich viele tausende Seesterne an Land gespült worden. Die paar Seesterne, die du rettest, machen keinen Unterschied.”
Der alte Mann nimmt einen weiteren Seestern auf, blickt den jungen Mann in die Augen und antwortet: “Für diesen hier macht es einen Unterschied.”
Ich frage Dich nun, lieber Freund: Wer bist Du? Der junge oder der alte Mann aus der Geschichte?
Alles Liebe,
Dirk.
In Allgemeines am 14.5.2009 6:04 von Dirk Liesenfeld
Erleuchtung – nochmal
Ein französischer Kollege von mir sagte mal: “Wenn jemand vorher ein Arschloch war, dann ist er nach der Erleuchtung halt ein erleuchtetes Arschloch.”
Das kann man so sehen, ich würde es jedoch anders darstellen, weil es sonst zu weiteren Mißverständnissen führt in diesem so oft mißinterpretierten Thema.
Erleuchtung ist nichts anderes, als einen mehr oder minder langen Einblick in das Wesen der Unendlichkeit, Einheit, Liebe, Freiheit – wie auch immer es man nennen mag in Ermangelung besserer Worte – geschenkt zu bekommen. Niemand verweilt darin für ein ganzes Leben.
Manche Menschenkörper sterben in oder kurz nach diesem Ereignis, manche Menschpsyche schnappt über und viele Menschen haben nach diesem Erlebnis enorme Schwierigkeiten wieder ‘Mensch zu spielen’.
IM absoluten Gewahrsein sind wir alle gleich. Nein – stimmt nicht: Sind wir alle eines. Wie ‘verschiedene’ Finger an ein und derselben Hand und ‘unterschiedliche’ Hände an ein und demselben Körper. Verschiedenartige Ausprägungen des EINEN Lebens. Verschiedene Aspekte des SEINS.
Was also das Spiel interessant macht ist tatsächlich das ‘Illusionsspiel’ – das menschliche Miteinander. Hier findet die Erfahrung, die Wahrnehmung statt. Menschen verabreden sich hier um miteinander ‘Welt’ zu spielen.
So wie Kinder: “Heute spielen wir Räuber und Gendarme. Du bist Räuber und ich bin Gendarme.”
Dann tauchen die Kinder in diese Welt ab, es ist für sie Real für die Dauer des Spieles, sonst macht es ja keine Freude. Am Schluß wird der Räuber erschossen und stirbt mit leidverzerrter Miene. Er hat sich das bewußt vor Spielbeginn ausgesucht, denn natürlich siegt immer Recht und Ordnung.
Macht Dir Dein Menschenspiel Freude? Falls nicht, dann frage Dich solange “warum eigentlich nicht?” bis Du keinen Grund mehr findest. Dann und erst dann beginnt der kraftvollste Teil Deines Menschenlebens: Die pure Erfahrung ohne Widerstand. Das SEIN ohne wenn und aber.
Freude und Leichtigkeit sind der Schlüssel um diese Türe zu öffnen.
Alles Liebe,
Dirk.
In Allgemeines am 9.5.2009 17:26 von Dirk Liesenfeld
Selbstliebe
ist doch nichts anderes, als jedes Gefühl in sich ganz annehmen zu können.
Bei manchen Gefühlen fällt das leichter – so mag es scheinen. Bei anderen tun wir uns schwer. Doch genau bei den “Gefühlsschatten”, den ungewollten Gefühlen ist das größte Potential zur Heilung.
Indem Du gerade den ungeliebten Gefühlen ein Zuhause gibst in Dir, wirst Du mehr und mehr ein Zuhause für Dich selbst – erwächst in Dir die Selbstliebe.
Es braucht nur sehr wenig, um Dich selbst zu lieben. Einfach nur aufhören die Gefühlsschatten abzuwehren reicht schon. Doch wieviel braucht es, um an diesen Punkt zu gelangen?
Alles Liebe,
Dirk.