Archiv für Februar, 2009

Sarah

Um meinen Blick aus dem Herzen umherschweifen zu lassen, muß ich fest in den unteren Energiezentren verankert sein. Sie stellen die Verbindung zur Erde, zur Materie dar. Dort erlebe ich die Bedürfnisse des Menschseins. Dort muß ich gefestigt sein und mich Auskennen: mit meinem Wunsch nach Überleben, nach Fortpflanzung, meinen Gebietsansprüchen. Damit bin ich jedoch nur auf mich bezogen. Auch wenn ich in den unteren Energiezentren geklärt bin, wird mir auf Dauer etwas fehlen. Was sich je nachdem in ” Alleins sein” oder Einsamkeit und Isolation äußern wird. Wenn sich aber die Energie, die dort fließt, ins Herz ergießt, wird ihr eine Art Parfum zugesetzt. Ich weite mich aus. Erblicke die Anderen, die um mich herum sind. Und ich weiß, was mir bis jetzt gefehlt hat. Ich erkenn mich in den Anderen wieder. Und Mitgefühl, Verständnis, aber auch Neugier erfüllt mich. Ich möchte jeden fragen, ob Er oder Sie das Gleiche auf der Reise durch sichselbst erlebt hat. Jedem sagen, daß ich ihn verstehe.

 

Heute

Dirk

Heute
Wie Du siehst, habe ich auf der Website einen neuen Punkt eingeführt: “Heute”
Er soll Dir helfen jeden Tag als eine Art Mini-Seminar zu verstehen und zu nutzen.

Besonders der Maya-Kalender liegt mir sehr am Herzen, doch dazu schreibe ich nochmal was in der nächsten Woche.

Der Inhalt ist noch nicht ganz fertig, ich habe noch zwei, drei Ideen… ;-)

Alles Liebe,

Dirk.

 

Impressionen

carmen_3Ein „menschlicher Engel“ schwebt über den Berliner Hinterhof des Hauses, in dem ich lebe. Wahrlich kaum vorstellbar bietet diese Stadt so viele Möglichkeiten und Schönheit für das Leben an sich. Menschen treffen sich, leben miteinander, nebeneinander, füreinander, aneinander und auseinander. Ich genieße diese Vielfalt, Auswahl und Differenzierungen. In jedem Detail wohnt die Liebe und Schönheit an sich. Je langsamer und genauer ich werde, je mehr kann ich die Liebe und Schönheit im Detail entdecken. Alles ist Eins und die scheinbare Existenz von dem, was ich beobachte und mich berührt, umarmt mich liebevoll.

engel-im-schnee

Ein Ausblick des Friedens und der Freiheit aus meinem Fenster zum Hinterhof begrüßt mich seit einigen Tagen. Der weiße Schnee, der sich in den letzten Tagen auf die Stadt niederlegte, umhüllt mich mit Sanftheit und Reinheit. Ich öffne das Fenster, um die frische Winterluft in meinem Wohnzimmer fließen zu lassen. Alles erscheint so klar und die Stille kehrt ein.

Unter der Schneedecke ruht das Leben erwartungsvoll auf den Neubeginn. Ganz behutsam und langsam findet sein Wachstum statt. Jeder Moment birgt eine Veränderung. Kaum sichtbar und doch vorhanden ist alles in ständiger Bewegung. Nichts bleibt wirklich still.

Ich lausche, höre eine Amsel singen, schließe meine Augen und sehe vor meinem inneren Auge den blühenden Rotdornbusch als Bild, welches ich im Frühling vor meinem Fenster jährlich als Geschenk erhalte. Alles ist möglich.

Ich materialisiere durch das pure Schauen Dinge und kreiere im selben Moment in meinem Inneren Impressionen, die vorerst nur meiner eigenen Wirklichkeit entsprechen und einen Augenaufschlag später - wie der blühende Rotdorn im Frühling – im Außen scheinbare Realität werden. Realität: Eine unsichtbare kosmische Gesetzmäßigkeit? Das mir unbekannte Wissen vom Leben ist so groß wie das ganze Universum. Ist das Universum EIN LEBEN / LEBEWESEN und ich bin Teil von ihm? Noch nutze ich das Hilfsmittel der Worte, die bei Weitem nicht das Beschreiben können, was ich erahne und mir das Leben zeigen und schenken will. Die Langsamkeit, Sensibilität und Achtsamkeit sind für die Änderungen in meinem Leben meine ständigen Begleiter, um das zu spüren, zu fühlen und wahr zunehmen, was ist / möglich ist.

Alles Liebe :-) Carmen


 

Freiheit

Dirk

Freiheit
Es gibt viele Möglichkeiten, in welcher sich Deine Zukunft entfalten kann.
Es gibt ebenso viele Varianten und Sichtweisen in denen Du Deine Vergangenheit sehen kannst.
Einzig und alleine das Jetzt, der Moment, die Gegenwart. Einzig und alleine diese einzige Realität des Mensch-seins, die Ausprägung dessen, ist Deine Wahl.

Wie wählst Du Dein Jetzt und damit Dein ganzes Leben?

Ich persönlich wähle die Freiheit.

Und Du…?

 

Einatmen – Ausatmen

Sarah

Einatmen: Sich nocheinmal ganz für das Leben entscheiden, die Materie.Die Gesetzmäßigkeiten des Lebens anerkennen.Die Enge, das Eingebunden sein in den Kreislauf der Natur.Das Knospen und Blühen, das Duften, das Reifen, das Altern und Sterben. Gestank und Krankheit. Begrenztsein, Alleinsein, Einsamkeit. Essen, Schlafen, Geld verdienen, Struktur und Ordnung. Alltag und Alltäglichkeiten.Kinder, Eltern und Geschwister. Verletzlichkeit und Selbstaufgabe.

Das Leben mit all seinen Facetten Erkunden und Anerkennen. Mich dem Leben unterwerfen. Oder: mich ganz einlassen. Ohne Hintertür. ohne Erlösungsgarantie nach dem Tod. Ohne Hoffnung auf Erleuchtung des Egos.

Und dann:Ausatmen: alles wieder verwerfen. Mein Leben ist eine Illusion, nichts um mich herum ist real. Nur eine Vorstellung in meinem Kopf. Wenn ich rede, rede ich mit mir selbst ( daher sollte ich das möglichst freundlich tun). Jeder auf den Ich treffe, bin ich selbst in einer anderen Rolle. Filter über Filter aus Emotionen,Strukturen und Vorstellungen liegen wie eine schwarze Binde über meinen Augen. Alles was ich sehe, ist gefärbt durch diese Filter. Ich muß Emotion für Emotion, Struktur für Struktur, Vorstellung für Vorstellung identifizieren, erkennen und wahrnehmen. Dann wird mein Blick klarer, weiter. Ganz still sein, damit ich die Emotionen, Strukturen, Vorstellung reden, arbeiten, drängen,toben hören kann. Mich durchlauschen bis zur Leere, denn dahinter ist Nichts.

 

Erleuchtung?

Dirk

Erleuchtung? Und was dann…?
Ich war die letzten Wochen sehr viel unterwegs, bin durch halb Europa gedeichselt. Dabei sind mir sehr viele Menschen begegnet – unter anderem eine erleuchtete Frau in Österreich. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht und vom ersten Moment an gespürt, daß wir miteinander etwas vorhaben, etwas aneinander lernen möchten.

Sie erzählte mir auch viel von anderen “Erleuchteten” und Schamanen, die sie kennt und daß eigentlich alle das gleiche Problem haben, nämlich sich seit dem Zeitpunkt der Erleuchtung nicht mehr im Menschenleben zurecht finden. Einige sind auch inzwischen körperlich erkrankt. Und tatsächlich scheint es auch so in der Ahnengalerie der Erleuchtung nicht anders zu sein:

  • Von Buddha wird berichtet auf ihn wären einige Mordanschläge verübt worden, die er allerdings überlebte, letzlich starb er aber dann wohl qualvoll an einer Fischvergiftung
  • Ramana Maharshi starb (zumindest sein Körper) qualvoll an Krebs. Er sagte zwar zum Abschied: “Das was ich bin, kann nicht sterben, weil es nie geboren wurde.” Das ist wahr und dennoch…
  • Oshos Leib siechte wohl auch über lange Zeit, bevor er letzlich starb
  • Von Krishna Murti wird ebenfalls berichtet, daß sein Körper oft stundenlang von Krämpfen geschüttelt wurde

Es gibt da auch andere Beispiele, z.B. von Gendün Rinpoche oder anderen tibetanischen Meistern, welche eben sehr friedlich die körperliche Welt verliessen. Da heißt es: “Gendün Rinpotsche verließ seinen Körper am 31. Oktober 1997, nach 22 Jahren Wirken und Lehren in Europa. Er verweilte nach seinem Tod zweineinhalb Tage im Thugdam, der Meditation der Natur des Geistes, wie sie große, verwirklichte Meister im Moment ihres Todes vollziehen. Während dieser Zeit blieb seine Herzgegend handwarm und sein Gesicht wirkte jung und strahlend.” (Aus dem wundervollen Buch: Herzensunterweisungen eines Mahamudra-Meisters)

Nun, über den Erleuchtungszustand ist schon viel geschrieben worden und man kann ihn vielleicht kurz als Zustand der Einheit mit allem zusammenfassen. Es gibt da kein “Ich” mehr, keine Trennung zwischen der Wahrnehmung und dem Wahrgenommenen – pures Gewahrsein halt. Kennen manche sicherlich auch als leichte Vorahnung aus Meditationen, im Orgasmus oder durch Drogen wie LSD.

genduenEs gibt nun offenbar immer mehr Menschen, die sowas wie einen spirituellen Unfall erleben – sowas wie: Was heftiges passiert, es schmort was durch – Puff – Ego weg, pures Gewahrsein. Diese Menschen sind oft sehr orientierungslos, haben kein Interesse mehr am Menschsein, hat es jede Wurzel weggerissen, wie ein Baum in einem Orkan. Nicht wenige – davon bin ich überzeugt – landen in der Psychatrie. Ramana Maharshi z.B. wurde aufgefunden in einem Kellerloch und Maden hatten bereits seine Beine angeknabbert.

Der andere Weg ist der Weg des Herzens – wie ihn Buddha lehrte. Hier läuft es in eine andere Richtung: Der Suchende geht ganz bewußt mitten durchs Leben hindurch. Er geht tief ins Menschsein und entwickelt mehr und mehr eine allumfassende Liebe. Er bildet so tiefe Wurzeln im Menschsein, daß ihm eine gewaltige Krone wächst. Hier passiert die Erleuchtung sanft, fast unmerklich, sehr unspektakulär. Und dann passiert wahre Non-Dualität: Das Menschsein hat seinen Platz erhalten im großen Ganzen. Solche verwirklichten Menschen leben ganz unscheinbar – sie sind oft sehr ruhig, freundlich, sind pure Liebe. Es ist schön in der Nähe solcher Wesen zu verweilen, wie im Schatten einer großen Eiche…