Lieber Dirk,
Deine Worte tun mir mehr als gut. Danke!
Dass Problem dabei bin ich selbst.
War heute, wie so oft, bei meinem Eichbaum, unter dem ich meditiere.
Er wird jedesmal kahler und kahler!
Als ich eine Weile da stand, kam ein wahrer Blätterregen über mich.
Mir kamen so Gedanken in den Sinn, wie:
"Der Baum wirft all seinen Ballast von sich um die kalte Jahreszeit überleben zu können. Mit jedem einzelnen Blatt, Kummer, Sorgen, Einsamkeit, Leere, Verzweiflung, Hilflosigkeit, Stummheit."
Aber auch Erfahrungen die nicht "die seinen" sind, Gefühle wie Traurigkeit und Tränen, Schmerz und Verletzungen. Sich wertlos unnütz zu fühlen wirft er von sich; zur Last fallen, und auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Angst vor Dunkelheit, einsam sein, getäuscht zu werden immer die selben Fehler, weil ich nicht daraus lerne; falsche Gutmütigkeit von meiner Seite, achte nicht genug auf mich selbst.
Und vieles andere mehr, wofür es keine Worte gibt!
Irgendwie sind es auch meine alten Blätter die ich loslassen möchte.
Die Äste des Baumes sind Liebe, Wärme, Geborgenheit, Sicherheit, Klarheit und Verbundenheit. Der Stamm trägt ihn, solange er nicht zu sehr geschwächt wurde. Die Wurzeln sind mit der Erde verbunden, und holen lebenswichtige Energie aus dem Boden um zu überleben.
Mein Stamm ist immer wieder sehr geschwächt, und droht umzukippen. Unsere Gespräche bringen mich in Kontakt mit meiner Lebensenergie, die manchmal durch Altes verschüttet wurde.
Alles Liebe A.
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